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Bericht über unserer Diskussionsveranstaltung vom 4. Oktober
Trotz des nicht sehr populären Themas kamen über 200 Menschen zur Diskussionsveranstaltung "Pflegestopp" in die Burg Seevetal. Neun Vertreter aus Politik und Pflege sprachen über die aktuelle Situation in Deutschland, mit Fokus auf die Lage in Niedersachsen. Die Veranstaltung wurde von
Eigentlich waren sich alle Teilnehmer einig, dass dringend Maßnahmen ergriffen werden müssen. Kommunal- und Landespolitiker sahen den Bund in der Pflicht, während die Bundespolitiker feststellten, dass sie nicht für alles zuständig seien, mit einem Verweis auf den föderalen Aufbau. Der AOK-Vertreter machte die Politik für die finanziellen Engpässe verantwortlich, da diese den Krankenkassen zu viele versicherungsfremde Leistungen auferlegen und dadurch das Geld für die Pflege fehlt.
Es war wie so oft: Alle sind sich der Probleme bewusst, aber niemand fühlt sich wirklich verantwortlich. Die Vertreter aus der Pflege äußerten daher ihren Unmut über diese Ignoranz lautstark. Sie betonten, dass es höchste Zeit sei, sofort zu handeln, wenn die Pflege in diesem Land noch gerettet werden soll. Als kurzfristige Lösung wurde die Einrichtung eines Sondervermögens, ähnlich dem Vorgehen bei der Bundeswehr, gefordert. Schließlich hatte der Staat in der Zeit der Corona-Pandemie auch Rettungsschirme in kürzester Zeit aufgespannt.
Pflegevertreter auf dem Podium und im Publikum waren sich einig, dass sofortige Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Versorgung pflegebedürftiger Menschen aufrechtzuerhalten. Mittelfristig muss das Pflegesystem neu durchdacht werden, um den zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein.
Joachim Meyer